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(Alt-)Griechisch am Schönborn-Gymnasium –

Autor: DSp 16.04.2020

Ein einzigartiges Angebot

...für wen? Für alle Schülerinnen und Schüler, die sich für diese faszinierende Sprache und Kultur der Antike interessieren, unabhängig von ihrer bisherigen Sprachenwahl

...ab wann? Ab Klasse 8 als Profilfach

...wie? In kleinen Lerngruppen in Kooperation mit dem St. Paulusheim, Unterrichtssprache ist Deutsch

...mit welchem Abschluss? Das Graecum können Griechischschülerinnen und -schüler erhalten, indem sie in Klasse 10 eine Ergänzungsprüfung ablegen und/oder indem sie in der Kursstufe entsprechende Leistungen in einem drei- oder fünfstündigen Griechischkurs bzw. im Abitur erbringen.

 Griechisch – Grundlagenfach unserer Kultur

 „Da könnte man ja auch Eulen nach Athen tragen.“ – „Was für eine Odyssee!“ – „Das ist die reinste Sisyphus-Arbeit.“ – „Bin ich Krösus?“: Diese Redewendungen gehören ebenso selbstverständlich zu unserem Sprachgebrauch wie die Begriffe Auto, Schule, Pause, Kiste, Ozean, Zone, Apotheke, Klinik, Engel, Achillesferse, … Auch Theater- und Kinobesuche, ein Gang ins Stadion oder ein Drink in der Disko haben gemeinsam, dass sie alle auf griechische Wurzeln verweisen und so ganz automatisch zum Nachdenken über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von da­mals und heute anregen – sei es in Politik, Gesellschaft, Theater, Literatur oder Kunst.

Im Griechischunterricht beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler überwie­gend mit der unvergleichlich bunten und spannenden Sagenwelt, der grie­chischen Geschichte und den Anfängen der griechischen Philosophie. Sie setzen sich mit einer Zeit auseinander, die für viele Bereiche unseres kulturellen und wissenschaftlichen Lebens die „Grundtexte“ erschaffen hat. Der Gewinn, der hierbei im Denken erzielt wird, lässt sich auch auf alle anderen Le­bensbereiche übertragen: Die Schüler erweitern den Hori­zont ihres Denkens und können gerade in den meist kleinen Lerngruppen ihre Standpunkte in angeregten und anregenden Diskussionen hinterfragen.

Grundlage und ständiger Begleiter dieser Entdeckungen ist die Sprache des Altgriechischen. Das Alphabet, das viele gemeinsame und ähnliche Buchstaben mit dem lateinischen sowie kyrillischen Alphabet aufweist, haben die Schüler in der Regel nach ein bis zwei Wochen gelernt.

Bei der Übersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche geht es vor allem darum, den Sinn der Texte zu erschließen. Das Ringen um die richtige Formulierung führt dabei zu einer vertieften Aus­einander­setzung mit inhaltlichen Fragen und schult das Ausdrucksvermögen im Deut­schen. Dabei wird den Schülern klar, wie Sprache aufgebaut ist und wie sie funk­tioniert, aber auch wie sie wirkt, wie sie argumentativ und manipulativ ein­gesetzt werden kann. Solche Orientierungshilfen für den gesellschaftlichen sowie auch ganz persönlichen Rahmen bietet das Griechische an sehr anschau­lichen Texten und Themen: die Lebensklugheit des Odysseus, die Überheblichkeit der Freier im Palast des Odysseus, die an den Besitz von Macht und Reichtum gebundene Glücksvorstellung des Kroisos, die unterschiedlichen Lebensweisen von Athenern und Spartanern, das Selbstbewusstsein des Perikles, der Tod des Sokrates…

Besonders sprachlich und kulturell interessierte Schülerinnen und Schüler mit Spaß am Rätseln und Entdecken, die sich gerne mit antiken Geschichten und historischen Ereignissen beschäftigen, werden am Griechischunterricht Freude haben und die wertvollen Denkanstöße als ein κτῆμα ἐς ἀεί (ktēma es aei) mit­neh­men: als einen Besitz für immer…

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